Superkombi im Schwarzwald
Unter dem diesjährigen Motto „Personality is key“ drehte sich alles um Ausdruck, Individualität und den Mut, den eigenen Stil zu zeigen.
Julia Niemann eröffnete den Einstieg mit inspirierenden Gedanken zu den großen Persönlichkeiten des Standardtanzes. Dabei stellte sie die Frage, weshalb bestimmte Paare so erfolgreich waren und bis heute in Erinnerung bleiben.
Sie zeigte, wie entscheidend Persönlichkeit im Tanz ist. Denn „Technik ist nicht das Ziel, sondern das Mittel, um Ausdruck zu schaffen. Erst durch eine solide technische Basis wird Individualität möglich.“
Anhand zweier sehr unterschiedlichen Demopaaren, Tristan Ringwald & Lena Hetzel und Hryhorii Yevlash & Megan Pietsch wurde anschaulich gezeigt, wie individuelle Stärken zur Geltung gebracht werden können.
Wir sind unglaublich stolz auf euch alle!
Auch dieses Jahr war unser Bundeskaderpaar Erik Dabergott und Nicole Geller als Demopaar dabei. Sie unterstützen Fred Jörgens, an zwei Tagen, bei seiner Lecture zum Jahresthema „personality is key“.
Im Tango, Slow Walz und Slow Foxtrott zeigte das Paar ihre Persönlichkeit durch Körperausdruck, Gestik, Mimik und Musikalität. Wichtig ist dabei eine starke körperliche Struktur mit guter Verbindung von Ober- und Unterkörper, Druck zum Boden und bewusster Nutzung des Space. Technik bildet dabei nur den Rahmen – sie begrenzt, aber definiert gleichzeitig auch die Qualität des Ausdrucks.
Entscheidend ist außerdem die innere Haltung: Selbstakzeptanz, Feedback annehmen, aus der Komfortzone gehen und sich konsequent weiterentwickeln. Fehler gehören dazu und sind Teil des Prozesses.
In der ersten Latein-Einheit zeigte Emanuil Karakatsanis gemeinsam mit einem jungen Paar aus der C-Klasse, wie wichtig Persönlichkeit im Tanz ist.
Im Fokus standen Partnering, Außenwirkung und eine klare, abwechslungsreiche Rhythmik. Anhand eines ChaChaCha wurde eindrucksvoll gezeigt: Schon kleine Änderungen wie Blickrichtung oder Ausdruck verändern die gesamte Wirkung eines Paares.
Besonders spannend: Mit Masken ohne Mimik wurde deutlich, wie stark Persönlichkeit das Tanzen prägt – und wie sehr sie den Unterschied macht.
Fotos: Bob van Ooik